Konzept:

Berkel-Landschaften

St. Franziskus-Zentrum zur Bewahrung der Schöpfung

Das Gotteshaus ist auch nach der Entwidmung als ein „Haus Gottes“ im Besitz eines kirchlichen Trägers. Die neue Nutzung des gesamten Grundstücks wird maßgeblich durch die Dinge bestimmt, die Gescher u.a. zu bieten hat: Viel Natur, seltene Tiere und Pflanzen, der Fluss Berkel und das Hochmoor sowie die Kultur der Glocken.

Das Gelände ist entwickelt zu einem „Zentrum zur Bewahrung der Schöpfung“, welches die vielfältigen Aspekte der Schöpfung darstellt und die Verantwortung des Menschen aufzeigt zur Bewahrung des Naturerbes. Das Zentrum trägt den Namen des Hl. Franziskus, der seit 1980 der Umweltheilige der Katholischen Kirche ist.

Im Hauptgebäude werden in Aquarien die Fische und andere Bewohner der Unterwasserwelt der Berkel gezeigt. In einem Planetarium werden der Sternenhimmel und Naturphänomene erklärt. Eine interaktive Ausstellung zeigt in verständlicher Form verschiedene Themen des Umweltschutzes. Ein pädagogischer Dienst bringt diese Themen kleinen und großen Besuchern nahe.

In der Ausstellung wird die Kulturlandschaft entlang der Berkel dargestellt; hier werden u.a. die Wanderungen des Hl. Liudger, erster Bischof von Münster, in diesem Gebiet zwischen Utrecht und Münster beleuchtet.

Der Turm ist zu einem Aussichtsturm mit Aufzug entwickelt.

Die auf dem Grundstück vorhandenen Gebäude werden weiterhin genutzt; anstelle des früheren barrierefreien Zugangs auf der Nordseite des Kirchengebäudes ist ein neuer größerer Anbau als Eingangsbereich des Hauptgebäudes errichtet worden.

Alle Bereiche im Gebäude und auf dem Grundstück sind barrierefrei gestaltet.

Die Marienstatue ist in einem offenen Pavillion im Mariengarten aufgestellt. Die Orgel wird weiterhin bespielt. Die Krippe - um den Hl. Franziskus ergänzt - wird zur Weihnachtszeit aufgestellt. Die Glocken werden weiterhin zu bestimmten Anlässen geläutet. Eine neue große Franziskus-Glocke wurde gegossen und in einem speziellen Glockenstuhl vor dem Portal des Hauptgebäudes läutbar aufgehängt.


Auf dem Grundstück sind kleinteilige Themengärten mit speziellen Pflanzensortimenten angelegt. Alle Gärten tragen Frauennamen, die im Zusammenhang mit den gezeigten Pflanzen stehen: Die "Frauengärten von Gescher"

- Der Ruth-Garten: Neben der Gerste, die im Buch Ruth eine zentrale Rolle spielt, werden Pflanzen der Bibel gezeigt.

- Der Marien-Garten zeigt ausschließlich weiß- und blaublühende Pflanzen, die Farben der Gottesmutter, außerdem spezielle "Marien-Pflanzen". In einem offenen Pavillion steht die Madonna aus der Marienkappelle.

- Der Garten der Maria Magdalena zeigt die dörfliche Ruderalflur, das "Unkraut" am Wegesrand, das für die Tierwelt wichtige Nahrungsgrundlage ist.

- Der Garten der Samariterin: Aus dem Jakobsbrunnen fließt Wasser in einen kleinen Tümpel. Hier wachsen die wasserliebenden Pflanzen der Flüsse und Seen.

- Der Hildegard-Garten: Der als Klostergarten gestaltete Bereich zeigt die alten Heilpflanzen, deren Heilkraft die Hl. Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert beschrieben hat.

- Der Annette-Garten: Die westfälische Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die mit ihrer Dichtung die Landschaft des Münsterlandes gemäldehaft beschrieben hat, ist Namensgeberin eines Moor- und Heidegartens.

- Der Garten der Marktfrauen: In diesem Bereich hinter der Garage des früheren Pfarrhauses können Besucher/-innen ausgesuchte Garten-Utensilien erwerben sowie die Pflanzen, die auf dem Gelände gezeigt werden.

- Der Schokoladenmädchen-Garten: Die bestehende Terasse und der Garten hinter und vor dem ehemaligen Pfarrhaus sind als Kaffeegarten gestaltet.

 

Ziel: Mit über 20 Besonderheiten ist das Haus Gottes neu eingerichtet, das Außengelände neu gestaltet und dadurch Anziehungspunkt für viele Tausende Besucherinnen und Besucher im Jahr.

Die Menschen werden emotional angesprochen und für den Umweltschutz sensibilisiert. Ihnen wird eine Umweltethik mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung vermittelt, um Gesellschaft und Kirche "zukunftsfähig" zu gestalten.

 

Die ausführliche Konzeption kann unter kontakt@berkel-landschaften.de angefordert werden.